Was ist positiver Stress? Weil Stress nicht gleich Stress ist

07.09.2019 | Allgemein, Wissenswertes

Ja, Du hast wirklich richtig gelesen. Stress ist nicht gleich Stress. Zumindest nicht so, wie das typische Bild von Stress, welches in unseren Köpfen existiert. Denn es gibt auch positiven Stress.

Aber was ist positiver Stress? Das wollen wir Dir jetzt ein bisschen genauer erklären. Denn in einigen Fällen ist der Stress nicht nur positiv, sondern kann auch die Leistung verbessern. Einige Wissenschaftler gehen sogar so weit und sagen, dass der positive Stress eine lebensverlängernde Wirkung haben soll.

Also, was ist positiver Stress? Positiver Stress oder auch Eustress ist der Stress, der eine positive Wirkung auf uns haben kann. “Eu” kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Gut”. Eustress kann uns Antreiben und die Motivation steigern.

Wir haben Dein Interesse geweckt? Wir zeigen Dir, wie Du den positiven Stress vom negativen Stress unterscheiden kannst.

In diesen Situationen erleben wir positiven Stress

Der positive Stress oder auch Eustress tritt in vielen Situationen auf. Oft nehmen wir das gar nicht so genau wahr. Uns ist nicht bewusst, dass im Körper eine Stressreaktion abläuft. Aber in unseren Körpern passiert genau dasselbe, wie bei negativem Stress.

Wir haben also nun geklärt, was genau der positive Stress ist. Jetzt wollen wir Dir aber zeigen, in welchen Situationen dieser Stress auftreten kann. Vielleicht fallen Dir selbst noch ein paar Situationen ein, in denen Du positiven Stress empfindest.

Positiver Stress tritt beispielsweise auf, wenn:

  • Du Dich verliebst
  • Du Achterbahn fährst
  • Du Sport betreibst und bis an Deine Grenzen gehst
  • Du an einer spannenden und aufregenden Aufgabe arbeitest

Vielleicht merkst Du, dass der positive Stress auch immer allgegenwärtig ist. Er macht uns zufrieden und ist aufregend. Anders als beim “normalen” Stress können wir vom Eustress nicht genug bekommen.

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Das bewirkt der positive Stress

Der positive Stress beflügelt uns nicht nur und wir können nicht genug davon bekommen, er kann auch unsere Leistungsfähigkeit steigern. Doch das ist noch nicht alles. Auch unsere Motivation und die Aufmerksamkeit können unter positivem Stress gefördert werden.

Es klingt vielleicht verrückt. Aber Stress ist nicht immer schlecht. Das darf man nie vergessen.

Auf eine ganz gesunde Art und Weise kann Stress also auch positiv sein. Wir werden mit Glückshormonen beglückt und können Herausforderungen und Aufgaben besser meistern. Dennoch sind die Stress-Grenzen und Empfindungen sehr individuell. Manche Menschen können unter “Druck” besser arbeiten und werden angetrieben und können so ihre Aufgaben besser lösen.

Unterschied Eustress und Disstress

Hans Selye hat die Unterscheidung der Stressarten klar formuliert. Der Stress, der unseren Geist und unseren Körper fördert, ist positiv. Der negative Stress oder auch Disstress, ist derjenige, der unsere Ressourcen verbraucht, zur Erschöpfung führt und somit negativ für Körper und Geist sein kann.

Falls Du noch ein bisschen mehr in das Thema eintauchen möchtest, schau Dir doch mal den Artikel Unterschied Eustress und Disstress an.

Dennoch ist es oft schwer, eine klare Grenze zwischen den Stressarten zu ziehen.

So kannst Du erkennen, ob Dein Stress noch positiv ist

Oft ist es schwer zu erkennen, ob der Stress noch gut für Körper und Psyche ist, oder ob er uns schon belastet. Doch es gibt einige Anhaltspunkte, wie Du erkennen kannst, ob der Stress zur Belastung wird.

Stress wird negativ, wenn:

  • Wir ihm dauerhaft ausgesetzt sind und zu viel davon erleben. Wenn wir beispielsweise unter Druck besser arbeiten können, ist das für einen gewissen Zeitraum vielleicht optimal, nicht aber auf Dauer. Hier können schwerwiegende Folgen, wie Burnout oder andere stressbedingte Krankheiten auftreten.
  • Der Ausgleich fehlt. Wenn wir kein Ventil haben, bei dem wir den Stress abladen können, leidet der Körper und auch die Psyche. Besonders Entspannungstechniken, Bewegung oder Pausen sind wichtig, damit der Stress nicht negativ auf uns wirkt.
  • Wir über einen langen Zeitraum überfordert sind. Besonders häufig tritt dies im Job auf. Wenn Betroffene dem ständigen Druck standhalten müssen, die Aufgaben nicht bewältigen können und chronisch überfordert sind, ist der Stress negativ. Auch hier können schwerwiegende Folgen auftreten.

Was können wir tun, dass der Stress positiv bleibt?

Wir sollten Situation vermeiden, bei denen der Stress über einen langen Zeitraum anhält. Sobald wir uns überfordert fühlen ist es wichtig, die Bremse zu ziehen. Du tust weder Dir etwas Gutes, noch Deinen Mitmenschen, wenn Du die Situationen aushältst und nicht handelst.

  • Versuche Dir genügend Ausgleiche zu schaffen
  • Hinterfrage Deine aktuelle Situation und mache Dir bewusst, ob Du den Stress noch als positiv empfindest
  • Nimm Hilfe an, wenn Du sie brauchst und mit einer Situation überfordert bist

Falls Du noch ein paar Tipps brauchst, wie Du Stress vermeiden kannst schau Dir den Artikel: Wie kann ich Stress vermeiden an. Hier findest Du einige Tipps und Tricks, wie Du es schaffst, den Stress zu vermeiden.

Stress ist nicht gleich Stress – dennoch dürfen wir ihn nicht unterschätzen

Wir hoffen, dass Dir nun klar geworden ist, was der positive Stress (Eustress) ist und wie Du ihn vom negativen Stress (Disstress) unterscheiden kannst. Jeder hat seine eigene Stress-Grenze. Deshalb musst Du Dich einfach ein bisschen damit auseinandersetzen. Wenn Du den Stress im Griff hast, hat er Dich nicht mehr im Griff.

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